Arminia – Meppen

 

 Arminia Hannover – SV Meppen  

11.06.2011, Niedersachsenliga, Endstand: 2:5

Hannover Wenn fast alle anderen Ligen in der Gegend bereits durch sind, kann man an einem erst regnerischen, dann doch noch sonnigen Samstag durchaus mal nach Hannover fahren um 5. Liga zu gucken. Die Arminia war als Tabellenfünfzehnter bereits abgestiegen, und Meppen wollte sicherlich nochmal den Aufstieg in die Regionalliga feiern. So weit, so gut – in der Theorie.

Per Bahn und Tram ging es also zum Rudolf-Kalweit-Stadion. Dort herrschte ein reges Treiben, und auf dem Parkplatz gegenüber stand ein Mannschaftsbus der Stuttgarter Kickers. Nanu? Am Einlass nur eine einsame Dame und ein Papierschild “Eintritt 2,-”. Nanu? Irgendwas stimmte hier nicht. Kindergeschrei, diverses Schiedsrichterpfeifen und durcheinanderrufende Menschen – ein Blick über den Zaun brachte die Gewissheit: Hier fand heute ein großes U10 Turnier statt.

Besagte Dame erwähnte auf Nachfrage wenig schonend, dass das Spiel wegen des lange geplanten Turniers nach Meppen verlegt worden sei, das stünde doch auch auf der Homepage. Später wurde das natürlich überprüft, und siehe da: Die Mininotiz auf der Startseite hatte man überlesen…

Hannover Tja, und so endet die Geschichte hier auch schon fast. Wenigstens gab es noch ein paar Zaungastfotos zu schießen, und die Suche nach Alternativen begann. Aber die parallel stattfindende und einzig noch erreichbare Partie des SC Langenhagen wurde bei der Online-Recherche (kicker.de) auf dem Minidisplay des Handys auch noch übersehen, so ging es unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Unnötig zu erwähnen dass der Zug nun auch noch 20 Minuten Verspätung wegen eines Böschungsbrands hatte… Die Rückreise hielt trotzdem genug Zeit für Selbstkritik ob der mangelhaften Vorarbeit bereit. Meppen siegte klar mit 5:2 und hat sicher eine tolle Party gefeiert, ohne das Fußballkultour-Kombinat.

Die Belohnung für diesen verkorksten Ausflug gab es aber dann in der Sportschau. Dort lief die DFB-Pokalauslosung und echt eine Minute nachdem der Fernseher anging zog Célia Okoyino da Mbabi die Partie Eintracht Braunschweig – Bayern München…

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Meppen & Emden

 

 SV Meppen – SV Waldhof Mannheim

21.10.1995, 2.Bundesliga, Emslandstadion, Endstand: 2:1

 BSV Kickers Emden – Eintracht Braunschweig

21.10.1995, Regionalliga Nord, Dr.-Helmut-Riedl-Stadion, Endstand: 2:1

Meppen Kurz nach meinem 17. Geburtstag beschenkte ich mich selbst, indem ich ein Mitfahrangebot eines befreundeten Fanclubs annahm und so in den Genuss meines ersten „Dopplers“ kommen sollte. Am Morgen des 21.10.1995 startete also das, für mich damals wie auch heute noch, spannende Unternehmen, zwei Fussballspiele an einem Tag live sehen zu können.
Die erste Station sollte hierbei das Emslandstadion in Meppen werden, wo unser befreundeter SV Waldhof aus Mannheim zu Gast sein würde. Nach recht kurzweiliger Fahrt trafen wir auch pünktlich zu Spielbeginn um 15 Uhr im Gästblock ein, und nur 23 Minuten später durften wir auch schon die 1:0-Führung für die Waldhöfer feiern. Torschütze war ein gewisser Jonathan Akpoborie. Bis zur Halbzeit tat sich dann nicht viel, so dass genug Zeit war, um den ein oder anderen Kontakt zu den Waldhof-Fans unter den 4.500 Besuchern herzustellen. Leider konnte bis zum heutigen Tag keiner dieser losen Kontakte von damals gehalten werden. Sehr bedauerlich.
Und auch die Führung konnte damals nicht gehalten werden. Denn schon in der 48. Minute glich der SVM aus und kurz vor Schluss wurde gar noch der Siegtreffer erzielt (86.). Nach dem Spiel blieb leider keine Zeit um noch weitere Gespräche zu führen, da die Mannheimer ja noch einen ordentlichen Weg gen Heimat vor sich hatten und auch wir noch weiterfahren mussten, schließlich sollte am Abend noch das Gastspiel unseres BTSV bei den Kickers in Emden auf dem Programm stehen.

Emden 4.000 Zuschauer hatten sich im Dr.-Helmut-Riedl-Stadion eingefunden, darunter sicher 300-400 Blau-Gelbe. Der Norddeutsche Rundfunk kam noch vor Spielbeginn mit einem Kamerateam zu den Fans, um nach deren Meinung zu der gerade erst bekannt gewordenen Verpflichtung von Benno Möhlmann als neuem Trainer zu fragen. Auch ich sollte mit meinen jungen 17 Lenzen schon Rede und Antwort stehen, doch sowohl jugendliche Scheu (ja, sowas gab es damals noch! – auch wenn dies heutzutage undenkbar scheint), als auch fortgeschrittener Alkoholpegel ließen mich dankend ablehnen und das Wort weiterreichen. Dennoch war ich damals mächtig stolz, mich später im „Sportclub“-Bericht wiederzusehen. Sei es, wie es sei.
Das Spiel sollte ein typisches Eintracht-Spiel werden: Den Gegner relativ klar im Griff, verdient in Führung gegangen (Torsten Kohn, 61.) und anstatt das Ding einfach nach Hause zu schaukeln, in der Schlussviertelstunde den Gegner unnötig stark gemacht und schlussendlich noch total dämlich 1:2 verloren. Sauber. Entsprechend mäßig gelaunt ging es nach diesen beiden Niederlagen wieder Richtung Heimat. Doch nun sollte ja Benno Möhlmann neuer Trainer werden und somit mehr Konstanz in den Verein und Erfolg auf dem Platz Einzug halten. Am Saisonende wurden wir Tabellenzweiter, mit 7 Punkten Rückstand auf den VfB Oldenburg.
15 Jahre später schreibe ich diese Zeilen und hoffe immer noch auf Konstanz und Erfolg…und der Verein scheint tatsächlich zum ersten Mal in dieser langen Zeit auf einem wirklich richtig guten Weg zu sein. e.b.

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