- Kinshasa Driveby

 

Rumble in the Jungle

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Nur im Vorbeifahren können wir das Stadiongeschehen in Kinshasa erhaschen. Der berufliche Aufenthalt läßt weder terminlich noch sicherheitstechnisch mehr zu. Die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo ist dieser Tage aber auch nicht unbedingt eine Flaniermeile, so dass wir uns dem Gebot des Gastgebers fügen und auf eigenmächtige Exkursionen verzichten. Der Fahrer ist aber dennoch zu einem kleinen Schlenker zu bewegen. So kommen wir zumindest zu einigen Bildern.

Durchaus gelungen präsentiert sich das Stade de Martyrs im Stadtbild. Mit 80.000 Plätzen ist es sowohl in der 10-Millionen Stadt, als auch auf dem gesamten Kontinent zweifelsfrei eine echte Adresse. Seit 1994 dient es der zunächst noch als Zaire auflaufenden Nationalmannschaft als Heimstadion und beherbergt wechselweise lokale Vereine wie den DC Motema Pembe oder den AS Vita Club.

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Unsere Fahrt führte uns auch am nicht weit entfernten Stade Tata Raphaël vorbei. Hier fand 1974 der ‘Rumble in the Jungle’ statt. Um den legendären Kampf zwischen Muhammad Ali und George Forman kommt man dort auch heute nicht herum. Im etwas in die Jahre gekommenen Tata Raphaël, dass über ein Fassungsvermögen von 50.000 Besuchern verfügt, trägt der Club FC Renaissance du Congo seine Heimspiele aus.

Aus Braunschweiger Sicht bemerkenswert ist nicht nur, das in Kinshasa ein gewisser Domi Kumbela das Licht der Welt erblickte. Zu gefallen wissen vor allem auch die blaugelben Minibusse, die an jeder Straßenecke zu finden sind. Halb Bus halb Taxi halten Sie die Metropole in Bewegung.

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Die Demokratische Republik Kongo und auch die Stadt Kinshasa sind keine gefragten Reiseziele. Eine touristische Infrastruktur ist kaum vorhanden. Allein vom ‘Anderssein’ des Ortes geht wie sooft dennoch ein starker Reiz aus. Der Reisende sollte sich gewisser Gefahren bewusst sein. Man kann dort leicht in Situationen geraten, die für den Gegenüber existenziell sind. Das passiert einem in Europa sellten. Auch sehen die Menschen schnell eine Gelegenheit. Das gilt neben selbsternannten Ordnungshütern auch für die tatsächlich autorisierten Kräfte. Ein freies Bewegen ist deshalb mit Risiken verbunden. Man sollte immer zurückhaltend auftreten und eher den Schritt zurück als nach vorn suchen.

Fussballkultour Links:

Vor dem Frühstück in Botswana

Weitere Links zum Thema:

Stade de Martyrs/ Wikipedia
Stade Tata Raphaël/ Wikipedia
Siegesparade des FC Renaissance du Congo/ Youtube
Tabelle der Linafoot Liga/ Soccerway

Fotogalerie zu unserer Stippvisite (zum Vergrößern klicken)

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