Spot: Kiew (UKR)

 

Spotlight: Kiew      

21.06. – 26.06.2013 

 

Ein Jahr nach der EM haben wir nachgefasst

Wir freuen uns immer noch über die großartigen Tage, die die Ukraine während der EM 2012 für uns bereithielt. Für Kiew blieb uns derzeit nur Zeit zu einem flüchtigen Zwischenstopp. Auch in der Eile jenes Sommermorgens wurde klar, dass diese Stadt einen ausführlichen Besuch verlangt. Gesagt getan. Ein Jahr nach Ende des Turniers bot sich nun die Gelegenheit. Zwar stand diesmal nicht der Fußball im Vordergrund, doch so ganz ohne geht es ja bekanntlich nicht, wenn das Kombinat seine Koffer packt.

Kiew beginnt dort, wo der EM Besuch endete. Der Busbahnhof ‚Datschna‘ im Westen der Stadt ist ein seltsamer Ort. Zu unscheinbar ist er, um ihn tatsächlich ein zweites Mal im Leben zu besuchen. Ganz und gar nicht taugt er als Entree für eine so großartige Stadt wie Kiew. Ich schleiche mich dennoch durch diese Dienstbotentür hinein und als ich dort aussteige ist alles wieder da: Die ganze wahnsinnige EM-Woche mit ihren Gesichtern und Geschichten.

kiev03 Mit der Metro geht es ins Zentrum. Dieses ist ausgesprochen angenehm. Auch die Bebauung verdient viel Augenmerk und tatsächlich kann die Hauptstraße Kreshchatyk eins der gelungensten Ensembles stalinistischer Architektur vorweisen. Insgesamt stellt sich die Stadt mit ihren vielen Höhenunterschieden derart dreidimensional und komplex dar, dass es einfach Spaß macht, sie zu entdecken. Es gibt eine Vielzahl an Parks und der Dnepr mit seinen vielen Flussarmen und Inseln beschert Kiew ein Naherholungsgebiet mitten in der Stadt. Es nimmt viel Tempo aus dem Alltag, wenn man solch reichhaltige Rückzugsmöglichkeiten hat. Das merkt man dieser entspannten Stadt an.

So wird es unverhofft fast ein Strandurlaub in der drückenden Sommerhitze. Aber wie versprochen, wurde auch beim Fußball nochmal nachgefasst. Sommerpause hier, aber wir schauen uns um. Natürlich beim Olimpijskyj Stadion, in dem das EM-Finale ausgetragen wurde und in dem der FK Dynamo Kiew und die Nationalelf ihre Heimspiele austragen. Zu ein paar Außenaufnahmen hat es auch vom Walerij-Lobanowskyj-Stadion gereicht, der angestammten Heimat Dynamos, in der nun Arsenal Kiew seinen Partien bestreitet. Es ist nahezu traumhaft gelegen, sehr zentral und dabei dennoch in einem Waldkessel.

Darüber hinaus haben wir ein paar Bilder von den Graffiti-Aktivitäten der Dynamo-Ultras gesammelt, die sich z.T. auf sehr hohem Niveau bewegen. Anders als noch in Moskau, wo sich die Fülle der Clubs auch in den Straßen wiederspiegelt war auf unseren Routen lediglich der Platzhirsch Dynamo sichtbar.

kiev15 Soweit einer kleiner Einblick. Wem das nicht reicht, dem sei unbedingt empfohlen noch einmal zurück- und durch unsere EM-Reise 2012 zu blättern. Ansonsten hinfahren. Muss ja nicht mit dem Bus sein. Der führte meine Rücktour abweichend zur Hinfahrt überraschend auch noch kurz nach Lviv (Lemberg). Zwar ging es nicht ins Zentrum, aber am Stadion vorbei und Potzblitz: Ich konnte sogar das Café ausmachen, an dem wir vor und nach dem Portugal-Spiel unser Bier sichern konnten. Immer nett solche Erinnerungen. fg

Those were the days my friend
We thought they’d never end…

 

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