Osnabrück–BTSV

 

 VfL Osnabrück – Eintracht Braunschweig

12.12.2009, 3.Liga, OsnaTel-Arena, Endstand: 1:0

Es sollte mal wieder Zug gefahren werden. Irgendwie verpassten wir beide unsere Busse zum Bahnhof, und ich kam letztendlich 1 Minute zu spät mit dem Taxi an… Vorbei war die Chance auf eine ruhige Zugfahrt, denn wir mussten den nächsten nehmen, was die deutliche Mehrheit der Auswärtsfahrer auch tat. Am Bahnhof in Osnabrück dann das übliche Ritual: Polizeiabsperrung des Bahnhofs, komplett. Das heißt in diesem Fall auch komplett, es sollte noch auf den Sonderzug gewartet werden, hervorragende Idee. Man durfte nicht mehr in den Bahnhof, auch nicht irgendwoanders hin. Irgendwann kam leichte Unruhe auf, denn einzelnen Fans wurden Toilettengänge verwehrt. Kein Bahnhofsklo, kein Austreten an die sehr nahegelegenen Büsche. Nach etlichen Diskussionen inklusive schadensfrohem Gefeixe der Zivilbeamten hielten die Dämme nicht mehr, und im Handumdrehen pinkelten zwischen 50 und 70 Leute an das Bahnhofsgebäude und somit auf den Bahnsteig. Die Leserschaft kann sich die Wassermasse sicherlich vorstellen. Musste die Polizei so handeln? War das ein erstrebenswertes Ziel? Wären bei der sicherlich nicht erstmalig vorgekommenen Anreisekonstellation 1–2 Dixi-Klos zuviel gewesen? Fragen über Fragen und keine Antworten. Nachdem der Sonderzug dann nach einer Stunde oder so ankam, wurde die Horde zum Stadion eskortiert.

Das Spiel war recht munter, und bereits nach 20 Minuten erzielte ausgerechnet Siegert, der sich vor der Saison selbst über die Medien mit einem Wechselangebot zurück nach Braunschweig ins Gespräch gebracht hatte, das Tor des Tages. Eintracht mühte sich, wurde aber gegen defensiv gut stehende Gastgeber nicht mehr belohnt. Eine Punkteteilung wäre sicher ein leistungsgerechteres Ergebnis gewesen, so mussten wir wieder einmal mit leeren Händen die Heimreise antreten.

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Osnabrück – BTSV

 

 VfL Osnabrück – Eintracht Braunschweig 

30.04.2005Regionalliga Nord, Stadion an der Bremer Brücke, Endstand: 3:2

Wie so oft gab es beim VfL Osnabrück nichts mitzunehmen. Beinahe mussten wir noch was da lassen – beim Einlass kontrollierten sie sogar unter den Wurstscheiben unserer geschmierten Brötchen. Kürzlich war wohl Dynamo Dresden da, und die hatten sich, laut Security, ordentlich was einfallen lassen, um Dinge ins Stadion zu schummeln.

Zum Spiel: Ein Elfmeter (für Braunschweig) eröffnete den Torreigen, ein Elfmeter (für Osnabrück) beendete selbigen. Nach Führung Eintracht drehte Osnabrück das Ergebnis noch in den ersten 45 Minuten, der zwischenzeitliche Ausgleich durch Celikovic in Hälfte zwei hatte nur knapp 10 Minuten Bestand.

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Osnabrück – BTSV

 

 VfL Osnabrück – Eintracht Braunschweig

05.02.1998, Regionalliga Nord, Stadion Bremer Brücke, Endstand: 1:0

Osnabrück

Was ist so besonders an einem Auswärtsspiel an der Bremer Brücke in Osnabrück? Eigentlich nicht viel – sollte man meinen – gehört doch dieses Stück Fussballgeschichte zu den von mir am meisten besuchten Stadien, mal abgesehen vom Tempel an der Hamburger Straße natürlich. Doch dieses Gastspiel zeichnete sich dadurch aus, dass unser DFB sich in Absprache mit Polizei und Sicherheitsdienst aufgrund der Brisanz des Niedersachsen-Duells dafür entschied, die Anstosszeit auf einen Donnerstagabend um 20.15 Uhr zu legen. Einfach genial! (Achtung: Ironie.)

Einige Unentwegte entschieden sich dennoch – oder gerade deshalb – den BTSV in “Osna” zu unterstützen und so trug auch ich mich in eine Liste für den von einigen Fans organisierten Bus ein. Doch als ich am Donnerstag dann zum Treffpunkt kam wurde uns mittgeteilt, dass es Probleme mit diesem gebe und so wurde kurzerhand umdisponiert: Vor das Eintracht-Stadion wurden tatsächlich einige Großraumtaxen bestellt und so ging es auf äußerst ungewöhnliche Weise “in Kolonne” über A2 und A30 die knapp 200km gen Westen.

Dass das Spiel vor insgesamt nur 3.500 Zuschauern (alles richtig gemacht, DFB!) mit 0:1 verloren ging sei nur beiläufig erwähnt, da ich weder vor diesem Donnerstagabend, noch danach je einen BTSV-Sieg an der Bremer Brücke miterleben durfte – denn immer wenn das der Fall war, war ich aus irgendeinem Grund verhindert. Ob sich dies noch einmal ändern wird, wird die Zeit zeigen. Das Fussballkultour-Kombinat wird aber sicherlich parat stehen. Denn irgendwie sind die Duelle im namentlich mittlerweile leider auch verschandelten Stadion an der Bremer Brücke doch immer etwas besonderes – auch ohne Anreise im Großraumtaxi.

e.b.
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