Turner – VfL Oldenburg

 

http://www.btsv1895.de/hopblog/wp-content/logos/ftbraunschweig.gif Freie Turner Braunschweig – VfL Oldenburg VfL_Oldenburg

03.11.2013, Oberliga Niedersachsen, Freie Turner-Stadion, Endstand: 2:1

 

Goldener Herbst

Braunschweig Und wie golden er schien! Eintracht holte am Vortag den ersten Heimdreier gegen Leverkusen, und zu diesem Aufsteigerduell der Oberliga sendete Klärchen ein paar freundliche Strahlen auf den herbstlichen Prinzenpark und das darin eingeschmiegte Turner-Stadion.  Ideale Bedingungen also für einen erneuten Besuch durch das Kombinat, der letzte ist eigentlich schon wieder zu lange her – siehe diesen Bericht. Mittlerweile bekommt ja ein Vereinsgebäude eine zusätzliche Etage drübergebaut, die Fortschritte sind deutlich erkennbar. Knapp 300 Zuschauer waren anwesend, aus Oldenburg waren geschätzt ein- zwei Handvoll angereist. Die konnten ja auch nicht mal eben das Rad nehmen, zudem dürfte der VfB eine riesige Konkurrenz darstellen. Beide Teams sind mit Platz 1 (Turner)  und Platz 5 (Oldenburg) gut in die Saison gekommen, wobei der VfL zuletzt nur eines von fünf Spielen gewinnen konnte.

Golden(???) Oldie

Braunschweig Der Einlauf erfolgte zu Europe´s ehemaligem Smash-Hit “Final Countdown” – man kann es eigentlich nicht mehr hören. Dass das dem Gegner keinen Respekt einflößt dürfte auf der Hand (oder eher im Ohr) liegen. Und so begann die Partie auch recht ausgeglichen, beide Mannschaften waren zunächst um Sicherheit bemüht, große Chancen gab es in der ersten halben Stunde nicht. Dann unterlief Turner-Tormann Reck  ein Stockfehler, als ihm ein Rückpass unter dem Schlappen durchglitt – nur der Pfosten verhinderte das 0:1. Wenig später war es aber doch soweit, denn der folgende Eckball brachte die Führung für die Gäste nach einem wuchtigen Kopfball von Lizius (33.). Quasi im Gegenzug zappelte das Leder schon im Netz der Oldenburger, doch das junge Schiedsrichtergespann erkannte nach leichter Unsicherheit noch eine Abseitsposition, was die Trainerbank der Freien Turner in helle Aufregung versetzte, sodass sich der Lininerichter genötigt sah, “Herrn Walther” zur Ruhe zu gemahnen.
Kaum fünf Minuten später hallte dann ein Elfmeterpfiff über den Rasenplatz, nachdem auf Handspiel des VfL im eigenen Strafraum entschieden wurde – diesmal unter Protest der Oldenburger Bank. Das ist ja eigentlich immer ein gutes Zeichen: Wenn sich beide Trainerstäbe über den Schiri aufregen, kann er so unausgewogen nicht pfeifen… Jedenfalls verwandelte Krüger den Elfer sicher zum 1:1 Pausenstand, indem er lange wartete, bis sich Gästekeeper Bohe für eine Ecke entschieden hatte (41.).

Eine Art “Golden” Goal

Braunschweig Die Gastgeber kamen mit viel Motivation aus der Kabine und erhöhten sofort den Druck. Ein schöner Spielzug, in dem Samawatie per “tödlichem Pass” die VfL-Defensive knackte und den der immer stärker gewordene Uysal nur noch verwerten musste, führte bereits in der 51. Minute zum 2:1. Das versetzte den Oldenburgern einen Dämpfer, in der Folgezeit konnten sie sich kaum nennenswerte Möglichkeiten erarbeiten. Dafür spielten die Turner nun immer wieder gefährlich auf, allein die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Brenzlig wurde es nochmal in der Schlussphase, als das Gästeteam noch starke Standards hatte (einmal knapp vorbei, einmal auf der Linie geklärt), aber dann war es geschafft und der Überraschungs-Spitzenreiter hatte seine Position weiter gefestigt: 5 Punkte vor dem Zweiten Lüneburg bei einem Spiel weniger, und sogar schon 10 Zähler auf Platz 3. Einige Spielszenen, Fan- und Trainerkommentare sowie das 0:1 und das 1:1 sind auf unserem Video zu sehen. Das 2:1 wurde ärgerlicherweise verpasst, da die Akkus schlappzumachen drohten…

Goldfarbenes Getränk am Abend…

Trotz Winterjacke usw. wurde es die letzten 20 Minuten doch sehr frisch, gerade als dann die Sonne hinter den Bäumen versank und lange Schatten auf den Platz fielen. Dementsprechend gab es auch wenig Grund, noch lange an diesem Ort zu verweilen. Das Shake hands und die Feierlichkeiten der Sieger wurden natürlich noch begleitet, dann ging es aber schnell nach Hause, wo die Heizung hochgedreht und sich an einem erquickenden Getränk gelabt wurde – einem schönen heißen Tee.

 

Bildergalerie (zum Vergrößern klicken)

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