WOB – Bochum

 

 VfL Wolfsburg – VfL Bochum

07.02.2009, 1.Bundesliga, Volkswagen Arena, Endstand: 2:0 

Zu der Zeit war uns der Luxus vergönnt, mit Menschen die wir beruflich betreuten auf Kosten des Arbeitgebers gelegentlich mal zum Fußball gehen resp. fahren zu können. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nennt sich das, und das wollten wir im Rahmen der Partie Rot-Weiß Erfurt gegen Eintracht umsetzen. Leider fiel das Spiel dem Wetter zum Opfer, sodass wir schnell umdisponieren mussten. Mehr aus Faulheit vor langer Fahrerei entschieden wir uns bald für das oben genannte Spiel. Vorher besuchten wir aber noch das Phaeno, denn es war ja genug Zeit.

Vom Spiel selbst ist nun nicht gerade viel hängengeblieben, obwohl es gar nicht so schlecht war. Vor 26.200 Zuschauern agierte der Gast recht munter und zeitweise gefährlich, aber öfter mit Problemen in der Rückwärtsbewegung. Nach zwei jeweils blitzsauberen Spielzügen markierte Džeko beide Treffer (21./85.), und spätestens dann war das Ding durch. Höhepunkt war allerdings, dass sich die beiden Keeper des VfL Bochum beim Aufwärmen einen Spaß daraus machten, den Werbezeppelin abzuschießen und sich köstlich amüsierten. Ansonsten schon ein verdienter Sieg der effektiveren Gastgeber. Und den Betreuten hat der Tagesausflug nicht zuletzt wegen Cola und Bratwurst trotz der Kälte gut gefallen – und darauf kam es ja schließlich auch an.

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WOB – Portsmouth

 

 VfL Wolfsburg – Portsmouth FC  

04.12.2008, UEFA-Cup Zwischenrunde Gruppe E, Volkswagen Arena, Endstand: 3:2

Tore: 1:0 Džeko, 3. ; 1:1 Defoe, 11. ; 1:2 Mvuemba 15. ; 2:2 Gentner, 23. ; 3:2 Misimovic, 74.
Zuschauer: 21.015

Wolfsburg Ein ehemaliger Arbeitskollege, den ich schon länger nicht gesehen hatte und der ebenso wie ich gewisse Sympathien für den Fussball von der britischen Insel hegt, rief mich einen Tag vor dem Spiel an und fragte mich ob ich ihn begleiten würde, er hätte zwei Tickets bei einem Gewinnspiel einer regionalen Zeitung gewonnen. Natürlich konnte ich da nicht Nein sagen, auch wenn ich mir mein erstes Europapokalspiel natürlich mit Braunschweiger Beteiligung gewünscht hätte. Aber zum einen sah es grundsätzlich ziemlich düster diesbezüglich aus und zum anderen war die Verlockung einfach zu groß den ehemaligen Arbeitskollegen endlich einmal wiederzusehen und gemeinsam mit ihm den Portsmouth FC zu unterstützen.

Frühzeitig fuhren wir zur Arena um möglichst viel Stimmung von den mitgereisten Pompey-Anhängern mitzubekommen, wurden allerdings etwas enttäuscht, da sich die meisten Fans wohl noch auf dem Weg nach Wolfsburg befanden. Vor dem Eingang wurden von vielen Helfern fleißig Flyer für das am kommenden Wochenende anstehende “Derby” der Grün-Weißen mit den Roten aus der Landeshauptstadt verteilt und während ich mich schon darauf vorbereitete dem Verteiler ein paar herzliche Worte zum Thema “Derby” mit auf den Weg zu geben, ereignete sich direkt neben mir folgende Situation: Ein kleiner Junge mit VfL-Schal nimmt einen dieser Flyer entgegen und fragt seinen Vater, ebenfallls mit Schal in grün und weiß: “Papa, gehen wir am Sonntag auch zu diesem Derby?” – Vater: “Junge, das ist leider kein richtiges Derby, die Hannoveraner haben doch nur ein Derby mit Braunschweig.” – Junge: “Das ist aber doof. Warum schreiben die das dann auf den Zettel? Mit wem haben wir denn dann ein Derby?” – Vater: “Das kann ich dir leider nicht genau sagen, ich glaube wir haben keins…” In dem Moment war ich leider bereits an der Reihe und musste mein Ticket in die dafür vorgesehene Öffnung am Einlass stecken. Auf dem Display erschien das Wort “Ehrengast” und während ich mich innerlich kaputtlachend zu dem Vater mit seinem Sohn umdrehte, waren diese leider schon mit der Menge Richtung Tribünenaufgang verschwunden. Was für ein Auftakt in diesen Abend.

Auch wir nahmen kurze Zeit darauf unsere Plätze in der Nähe zum Gästeblock ein und mussten feststellen, dass dieser immer noch spärlich gefüllt war. Allerdings galt dies für die gesamte Arena. Erst mit Beginn der Partie ändert sich dies geringfügig und nachdem einige Sekunden gespielt waren, tauchten auch die Gästanhänger in ihrem Block auf – der Großteil trotz der kalten Temperaturen Oberkörper frei und ihr bekanntes “Play up, Pompey!” lautstark singend. Dank des zahlreichen Erscheinens der Engländer fanden sich so schließlich doch noch insgesamt 21.015 Besucher zu diesem Spiel ein, dass für Portsmouth – nach einer Niederlage bei Sporting Braga zum Auftakt und einem Unentschieden daheim gegen den AC Milan – bereits zum Endspiel um einen möglichen Einzug in die K.O.-Runde geworden war.

Nach 3 Spielminuten erhielt diese Hoffnung bereits einen ersten Dämpfer, als Edin Džeko eine Gentner-Flanke völlig freistehend zum 1:0 im Tor versenkte. Englands Nationaltorwart Kevin James im Gästetor sah dabei allerdings genauso unglücklich aus, wie seine namentlich eigentlich klangvolle Hintermannschaft um Sol Campbell, Glen Johnson oder Sylvain Distin. Doch der aktuelle englische FA Cup-Sieger schlug mit der ersten halbwegs vernünftigen Torchance zurück. VfL-Keeper Diego Benaglio lenkte eine eigentlich harmlose Davis-Flanke genau vor die Füße von Jermain Defoe, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und zum Ausgleich einschob (11.). Der Auswärts-Mob tobte nun natürlich gehörig und nachdem vier weitere Minuten gespielt waren, drohte er gar förmlich zu explodieren. Der Franzose Arnold Mvuemba fasste sich aus etwas mehr als 20 Metern ein Herz und traf zum 1:2. Doch die Freude wehrte nur ganze acht Minuten. Dann war nämlich der Vorbereiter des 1:0, Christian Gentner, zur Stelle und besorgte per Rechtsschuss, der an Freund und Feind vorbei ins lange Eck fiel, den 2:2-Ausgleich für die Wölfe. In der Folge ergaben sich noch einige weitere Chancen auf beiden Seiten, doch weder Defoe (31.) noch Džeko (34.) hatten mit ihren Versuchen Erfolg und so ging es mit dem Remis in die Kabinen.

Nach der phasenweise berauschenden ersten Hälfte, entwickelte sich in Halbzeit 2 ein eher taktisch geprägter Kick. Wolfsburg stand tief und ließ die zum Siegen verdammten Engländer kommen. Die beste Chance vergab dann nach 53 Minuten Pompeys kroatischer Spielmacher Niko Kranjčar, der mit einem exzellenten Freistoss an der Latte scheiterte. Viel mehr Torgefahr entwickelte der englische Meister von 1949 und 1950 allerdings nicht und in Minute 74 war es dann Kevin James, der das Spiel zu Ungunsten seiner Mannschaft entschied, als er einen an sich harmlosen Rückpass genau in die Füße von Misimović spielte, der ihn daraufhin umkurvte und den Ball im leeren Tor unterbrachte. In der 80.Minute konnte James dann zwar noch einen Elfmeter von Misimović parieren, dennoch war dieses Spiel verloren und der Portsmouth FC ausgeschieden, während der VfL Wolfsburg das Ticket für die K.O.-Runde sicher hatte. Dort sollten die Retortenstädter dann allerdings in Runde 1 sang- und klanglos an Paris St. Germain scheitern.

Die Spieler aus Portsmouth wurden von ihren Anhängern noch mit aufmunterndem Applaus verabschiedet und auch wir stimmten mit ein, schließlich hatten sie zumindest 60 Minuten alles für ein wirklich ansehnliches Fussballspiel getan – die Anhänger des Werksclubs dagegen schlichen nach Hause als hätten sie gerade einen unbedeutenden Freundschaftskick gewonnen…Ohne Worte. e.b.

Hier noch einmal kurz die Tore des Spiels (allerdings in recht bescheidener Qualität).

 


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Wolfsburg II – BTSV

 

 VfL Wolfsburg II – Eintracht Braunschweig  

31.07.2007, Regionalliga Nord, Volkswagen Arena, Endstand: 3:2

Wolfsburg Das erste Auswärtsspiel diese Saison, und wieder machten sich Tausende auf den Weg zum ungeliebten Nachbarn. Überraschend begannen nun wohl auch die Wolfsburger Anhänger, sich für Spiele gegen die Großstädter zu interessieren und brachten ihrerseits eine stattliche Besucherschar zusammen. Diese konnte sich dann auch prompt über einen Sieg freuen, mit dem auf Braunschweiger Seite niemand gerechnet hatte. Aber das passte irgendwie genau zum Start der Eintracht in eine alles entscheidende Saison…

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Wolfsburg II – BTSV

 

 VfL Wolfsburg II – Eintracht Braunschweig 

16.03.2005, Regionalliga Nord, Stadion am Elsterweg, Endstand: 0:0

Heimspiel in Wolfsburg lautete das Motto dieser Begegnung. Weit über 10.000 Eintrachtfans bevölkerten die Umgebung des alten VfL-Stadion am Elsterweg. Es war irgendwann ein reines Chaos, die Ordner waren bemüht, den Einlass mit Karten- und Taschenkontrolle so zügig wie möglich abzuwickeln, aber irgendwie fehlte es an Personal und Eingängen.

Irgendwann drohte die Sache dann außer Kontrolle zu geraten, sodass Polizei und Verein entschieden, einfach die Tore zu öffnen und die Leute einzulassen. Hinterher habe ich einige Leute gesprochen die sagten, dass sie ohne Karte angereist wären und dadurch trotzdem reinkamen. Geschadet hat das subjektiv jedenfalls nicht, es gab zumindest auf den Rängen Stimmung. Leider konnte die Mannschaft das auf dem Rasen nicht so gut umsetzen, so dass es den Wolfsburgern nicht schwer fiel, das Ergebnis zu halten.

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Wolfsburg – Gladbach

 

 VfL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach

24.11.2001, 1.Bundesliga, Stadion am Elsterweg, Endstand: 3:1

Wolfsburg

Ein gutes halbes Jahr nach dem Besuch in unserer eher mäßig beliebten niedersächsischen Landeshauptstadt, ließ ich es mir nach dem Aufstieg der “Fohlenelf” nicht nehmen, meinen Kumpel auch zum Auswärtsspiel bei der Sportabteilung des VW-Konzerns zu begleiten.

Die Borussia hatte in der Vorwoche am heimischen Bökelberg zwar nur ein mageres 0:0 gegen den Abstiegskandidaten FC Energie Cottbus geholt, dennoch stand man als Tabellen-10. zwei Punkte und drei Plätze vor dem heutigen Kontrahenten.

Bei winterlichen Temperaturen fanden sich 14.500 Zuschauer im VfL-Stadion am Elsterweg ein, von denen aber mindestens 3.000 – 3.500 die Gäste unterstützten – und dies gewohnt lautstark und ausdauernd.

Die Gastgeber konnten die Partie auf dem Rasen zwar von Anfang an dominieren, auf den Rängen jedoch blieben sie – wie allerdings nicht anders erwartet – die Bundesligatauglichkeit gänzlich schuldig. 90 Minuten lang regierte dort die Gästekurve.

Leider erwischte die Elf vom Niederrhein einen ganz schlechten Tag und bereits nach 22 Minuten schien die Partie nach Treffern von Tomislav Maric (6.) und Martin Petrov zu Gunsten der Konzernangestellten entschieden. Und auch unsere Hoffnung, Gladbach-Coach Hans Meyer könnte die Seinen in der Halbzeit noch einmal zu Höchstleistungen motivieren, erlosch dann in der 57. Minute endgültig, als der zu Saisonbeginn aus Leverkusen geliehene Italo-Brasilianer Robson Ponte zum 3:0 einschoss. 7 Minuten später war zwar Peter van Houdt zur Stelle und brachte den Gästeblock noch einmal zum Toben, doch sein Treffer blieb lediglich Ergebniskosmetik.

Und so endete ein weiterer persönlicher Versuch endlich den ersten Sieg in WOB zu erleben. Aber der letzte sollte es mit Sicherheit nicht gewesen sein.

e.b.
 

 

 

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